Bürgergemeinschaft Filderstraße: Flüchtlinge sind auch Nachbarn

Und unter Nachbarn hilft man sich - so das Motto der Bürgergemeinschaft Filderstraße, die von einigen Bürgern im Umkreis des Flüchtlingsheimes an der Filderstraße in Moers gegründet wurde.

An der Filderstraße, im ländlichen Nirgendwo, mit immerhin einer Busverbindung, war die Anbindung an die Hilfsangebote in der Stadt Moers nicht gut. Es fehlte an Deutschkursen in der Nähe und an sozialen Kontakten.

Es fehlte nicht an Freiwilligen und beide Kirchen in Kapellen stellten Räumlichkeiten zur Verfügung. Mehrere Deutschkurse wurden eingerichtet, Sportmöglichkeiten geschaffen, ebenso wie das Café Mittendrin. Letzteres lädt Flüchtlinge und Bürger einmal wöchentlich zum Kennenlernen, Klönen und zu Gesellschaftspielen ein.

Initiatoren und Helfern wurde schnell klar, dass solche Angebote besser angenommen würden, wenn die Flüchtlinge eigenständig kommen können. Der Niederrheiner an sich fährt Rad. Radfahren können auch die Flüchtlinge. So mussten Räder her. Der große Bedarf in einer kompletten Unterkunft war aber nicht aus dem privaten Umfeld der Helfer zu decken. Entsprechend startete Roland Mocek von der Bürgergemeinschaft Filderstraße einen Spenden-Aufruf. Räder kamen - gut gepflegte Räder, weniger gut gepflegte Räder, und auch defekte Räder.

Die Idee einer Radwerkstatt für und mit den Flüchtlingen wurde geboren. Es sollte auf dem Gelände des Heims eine Garage zur Radwerkstatt umgewidmet werden, dort sollte an ein paar Stunden in der Woche ein Betreuer sein, der Werkzeug ausgibt, bei schwierigeren Reparaturen hilft, und nicht zuletzt auch durch diese Arbeit den Gebrauch der deutschen Sprache fördert.

Die Stadt Moers unterstützte die Idee, und kündigte an, auf dem Gelände des Heims eine Garage für eine Fahrradwerkstatt zur Verfügung zu stellen.

Als Uwe Küpper, ein passionierter Radfahrer, davon hörte, meldete er sich.
Filder RadWerk wurde geschaffen.

Wir helfen, und Sie können uns mit Fahrrädern, Werkzeug und Ersatzteilen helfen.

Link zum Thema:

http://www.difu.de/10360
Das Deutsche Instituts für Urbanistik hat 2015 schon berichtet, dass Zugang zu Mobilität eine wichtige Vorraussetzung für die Integration von Flüchtlingen ist.

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